
Der Saarlooswolfhund, im Allgemeinen auch als Saarloos Wolfhound bekannt, ist eine im 20. Jahrhundert in den Niederlanden entstandene Spitz-Rasse. Im Gegensatz zu vielen Hunderassen antiken Ursprungs ist die Geschichte des Saarlooswolfhundes sowohl gut dokumentiert als auch relativ modern. Wie ihr Name schon sagt, weisen diese Hunde in mehreren Aspekten ihres äußeren Erscheinungsbildes eine auffällige Ähnlichkeit mit Wölfen auf, was das Ergebnis ihrer frühen Kreuzung ist, die ihnen bestimmte wolfsähnliche Merkmale verliehen hat. Ursprünglich für die Arbeit gezüchtet, haben sie sich weitgehend zu Begleithunden entwickelt und erfreuen sich in den Niederlanden größerer Beliebtheit als in anderen Regionen, was zu ihrer Seltenheit beiträgt. Obwohl sie Ähnlichkeiten mit anderen wolfsähnlichen Rassen aus benachbarten Ländern aufweisen, besitzen Saarlooswolfhunde ein ausgeprägtes Temperament. Sie sind für ihr anhängliches Wesen im Haus bekannt, neigen jedoch dazu, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen vermissen zu lassen, was ihre Eignung als Schutz- oder Wachhunde mindert. Ihre Sensibilität beeinflusst auch ihre Ausbildungs- und Gehorsamswerte. Obwohl sie vielleicht nicht die beste Wahl für Arbeitseinsätze sind, macht sie ihre relativ hohe Energie besser geeignet für aktive Familien oder solche mit ausreichendem Wohnraum.

Der Saarlooswolfhund wurde in den 1930er Jahren von einem leidenschaftlichen niederländischen Züchter namens Leendert Saarloos entwickelt. Saarloos hing sehr an Hunden und war der Ansicht, dass sie sich durch übermäßige Domestizierung zu weit von ihren natürlichen Instinkten entfernt hatten. Angetrieben von dem Wunsch nach einer Rasse, die mehr urtümliche Eigenschaften und eine solide Arbeitsmoral beibehielt, unternahm er bedeutende Schritte zur Erschaffung einer solchen. Er beschaffte sich eine Wölfin aus dem Zoo von Rotterdam und verpaarte sie mit einem deutschen Schäferhundmännchen, wobei er die Nachkommen später zurückkreuzte, um sicherzustellen, dass nur ein Viertel der Wolfsabstammung erhalten blieb. Obwohl die neue Rasse recht ausgeglichen war, entsprach sie nicht seinen Vorstellungen, da sie ein zurückhaltenderes und distanzierteres Auftreten an den Tag legte, als er gehofft hatte. Saarloos beharrte auf der Verfeinerung der Rasse und erzielte bis zu seinem Tod im Jahr 1969 größere Erfolge, während er der einzige Züchter war, der sich dem widmete, was damals als „Europäischer Wolfshund“ bekannt war. Nach seinem Ableben führten einige Enthusiasten sein Erbe fort, und 1975 erkannte der Niederländische Kennel Club die Rasse offiziell an und nannte sie zu Ehren von Leenderts Engagement Saarlooswolfhund. Die Rasse erhielt 1981 weitere Anerkennung durch die Fédération Cynologique Internationale und wurde nach über zwanzig Jahren im Jahr 2006 schließlich auch vom United Kennel Club anerkannt.
Der Saarlooswolfhund ist eine große Rasse, die an den Schultern im Allgemeinen zwischen 60 und 75 cm groß ist und etwa 45 kg wiegt, wobei das Durchschnittsgewicht eher bei 36 kg liegt. Diese Rasse ist leicht an ihrer auffälligen Ähnlichkeit mit Wölfen zu erkennen, die sich in ihrem gesamten Körperbau zeigt. Sie hat einen auffallend großen, keilförmigen Kopf mit einem breiten, flachen Schädel, einem dezenten Stop und einer langen, sich verjüngenden Fangpartie, die in einer schwarzen Nase gipfelt. Ihre Augen sind mandelförmig und leicht schräg gestellt, typischerweise gelb, aber gelegentlich auch braun, was ihren wolfsähnlichen Charme unterstreicht. Der Hals ist lang und muskulös und geht nahtlos in einen geraden Rücken über. Die Vorderbeine sind robust und etwas knochenstark, ergänzt durch eine tiefe Brust, die sich am Bauch sanft einzieht. Die Hinterbeine sind kräftig und zeichnen sich durch gut definierte Oberschenkelmuskeln und eine gute Winklung aus. Der Rute ist lang und buschig, verjüngt sich zur Spitze hin und wird normalerweise hoch in Säbelform oder fast gerade getragen. Das Haarkleid ist dicht und zweischichtig, bestehend aus einer dicken Unterwolle und einem lockereren Deckhaar, erhältlich in einer Mischung aus weißen, cremefarbenen, braunen und grauen Tönen.


Saarlooswolfhunde haben einen mäßigen Pflegebedarf, was hauptsächlich auf ihren Haarwechsel und die Notwendigkeit regelmäßigen Bürstens zurückzuführen ist, um ein sauberes Fell frei von losem Haar und Verfilzungen zu erhalten. Eine Slicker-Bürste oder eine feste Borstenbürste ist für diesen Zweck in der Regel wirksam, obwohl ein Entfilzungswerkzeug erforderlich sein kann, wenn die Verfilzungen zu stark werden. Diese Hunde sind im Allgemeinen gut darin, sich selbst zu pflegen, sodass Bäder nicht oft erforderlich sind – typischerweise nur, wenn sie besonders schmutzig werden oder unangenehme Gerüche entwickeln. Es ist von entscheidender Bedeutung, übermäßiges Baden zu vermeiden, da dies die natürlichen Öle aus ihrer Haut entfernen kann, die für die Gesunderhaltung der Haut und die Wasserbeständigkeit des Fells unerlässlich sind. Darüber hinaus sollten Besitzer regelmäßig ihre Krallen überprüfen und schneiden, um ein Einreißen oder Brechen zu verhindern, und es wird empfohlen, ihre Zähne wöchentlich zu putzen, um eine gute Zahnhygiene zu fördern.
Saarlooswolfhunde sind für ihre freundliche Art bekannt, egal ob drinnen oder draußen. Draußen zeigen sie eine energiegeladene Neugier, erkunden eifrig ihre Umgebung und folgen interessanten Gerüchen. Aufgrund ihrer athletischen Fähigkeiten ist es wichtig, sie in einem hohen eingezäunten Bereich zu halten, da sie leicht über Absperrungen springen können, um weiter zu erkunden. Obwohl sie einen starken Jagdtrieb haben und bei passender Gelegenheit kleine Tiere jagen können, unterstreicht diese Eigenschaft die Notwendigkeit einer umfassenden Sozialisierung, insbesondere wenn sie harmonisch mit kleineren Haustieren zusammenleben sollen. Im Haus sind diese Hunde im Allgemeinen ruhig und ausgeglichen, gehen tiefe Bindungen mit ihren Familien ein und zeigen Zuneigung, obwohl sie ein mäßiges Maß an Verspieltheit beibehalten. Sie neigen dazu, Fremden gegenüber vorsichtig zu sein; anstatt zu bellen oder sich beschützend zu verhalten, ziehen sie es oft vor, sich zurückzuziehen, um Konflikte zu vermeiden, was ihre Wirksamkeit als Wachhunde mindert. Ihre nicht-aggressive Veranlagung bedeutet, dass sie in unangenehmen Situationen eher Schutz suchen als sich dem Problem zu stellen. Dieses zurückhaltende Verhalten kann sie auch gegenüber kleinen Kindern misstrauisch machen, insbesondere wenn diese lebhaft sind, was die Bedeutung der Sozialisierung unterstreicht, damit sich die Hunde in ihrem Zuhause glücklich und sicher fühlen. Aufgrund ihrer Abstammung aus dem Rudelleben können Saarlooswolfhunde unter Trennungsangst leiden. In Kombination mit ihrer hohen Energie bedeutet dies, dass Besitzer sie regelmäßig körperlich beschäftigen müssen, um Gefühle von Frustration, Langeweile oder Unglück zu verhindern.


Saarlooswolfhunde sind lebhafte Hunde, die ein hohes Maß an täglicher Bewegung benötigen, um gesund und glücklich zu bleiben. Sie gedeihen in geräumigen Umgebungen, in denen sie rennen, erkunden und ihre Sinne einsetzen können, weshalb es wichtig ist, dass sie über große Höfe oder einen einfachen Zugang zu Hundeparks verfügen, zusammen mit einem Besitzer, der einen aktiven Lebensstil führt. Diese Rasse ist zudem sehr intelligent und lebt von mentaler Stimulation; daher sind Aktivitäten, die sowohl ihren Geist als auch ihren Körper herausfordern, für ihr allgemeines Wohlbefinden unerlässlich. Das Spielen von Apportierspielen, die Beschäftigung mit Problemlösungsaktivitäten oder das Beibringen neuer Tricks können dazu beitragen, sie sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet zu halten. Im Idealfall sollten sie jeden Tag etwa 70 Minuten Bewegung erhalten.
4.0 Tassen
70 Minuten
11 Jahre
1930s
Reinrassig
Groß
Niederlande
Täglich
Glatt
Ihre Familie wünscht sich sehnlichst einen Hund, und Sie haben sich für ein neues Familienmitglied entschieden! Während die Vorfreude groß ist, fragen Sie sich vielleicht nach der Hundesteuer und Registrierung: Wo und wie meldet man einen Hund an?

Hüte- und Treibhunderassen

Hütehunde (UKC Herding Dog)
Rüde: 80 lbs (36 kg) , Hündin: 80 lbs (36 kg)
Rüde: 28 Zoll (71 cm) , Hündin: 26 Zoll (66 cm)
57 lbs ( m 57 lbs, f 57 lbs )
18 Zoll ( m 18 Zoll, f 18 Zoll )
68 lbs ( m 68 lbs, f 68 lbs )
22 Zoll ( m 22 Zoll, f 22 Zoll )
80 lbs ( m 80 lbs, f 80 lbs )
26 Zoll ( m 26 Zoll, f 26 Zoll )







